Mittwoch, 9. Mai 2018

Die Geisha

von Arthur Golden  (Autor), Gisela Stege (Übersetzer)    VerlagPenguin Verlag   Erscheinungstermin: 9. Januar 2018 Seiten: 576  Preis: 10,00 Euro 


Klappentext (nach Amazon):

Zu Beginn der 30er-Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Arthur Golden hat mit seinem Roman »Die Geisha« einen Klassiker geschrieben – ein faszinierendes Asien-Epos.

»›Die Geisha‹ ist ein Roman voll beeindruckender Intensität. Golden ist ein Meisterwerk gelungen.« Hannoversche Allgemeine Zeitung



 

Meine Meinung:



Schon eine Zeit lang, wollte ich „Die Geisha“ lesen. Ich habe als Kind einmal den Film gesehen und war soooo begeistert. Er war spannend, dramatisch, liebevoll und aufregend. Aber gerade weil mir der Film so gut gefallen hatte, habe ich es so viele Jahre aufgeschoben das Buch zu lesen. Doch jetzt kam der Moment und ich habe es gelesen – und geliebt! Der Film blieb tatsächlich erstaunlich nahe am Original und so konnte mich die Geschichte auch ein zweites Mal überzeugen.
Ich fand es schön Chios Geschichte so detailliert zu verfolgen, in dieser für mich, so fremden Welt. Aber durch das Buch versteht man ihre Umgebung und die Sitten etwas besser. Es ist eine altmodische, traditionelle Welt in der es ganz andere Regeln gibt, als in unserer. Es ist verrückt wie frei Geishas sind und dennoch sind sie so gefangen.
Was der Film nicht beleuchtet, sofern ich mich erinnere, sind die Jahre der älteren Chio. Das Buch begleitet sie auch nach ihrer Ausbildung noch weiter. Auf jeden Fall hat das Buch mich angeregt auch noch „die wahre Geschichte der Geisha“ zu lesen und vielleicht noch weitere Bücher die zu dieser Zeit der Veränderung spielen.
Rundum ein gelungenes Buch, nicht zuletzt durch das schöne Cover.




10/10


Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Dienstag, 24. April 2018

Der Neue

von Tracy Chevalier (Autor), Sabine Schwenk (Übersetzer)   Verlag: Albrecht Knaus Verlag   Erscheinungstermin: 16. April 2018 Seiten: 200  Preis: 18,00 Euro 


Klappentext (nach Amazon):

Was es bedeutet, Außenseiter zu sein – ein atmosphärischer Roman, der in das Amerika der 1970er Jahre führt

Osei will an seiner neuen Schule vor allem eines: nicht auffallen. Für den afrikanischen Diplomatensohn ist es der vierte Wechsel innerhalb von sechs Jahren, und aus Erfahrung weiß er, dass er gleich am ersten Tag Freundschaften schließen muss. Doch bereits seine Anwesenheit scheint einige seiner weißen Mitschüler und Lehrer zu provozieren. Im Amerika der 1970er Jahre sind gemischte Klassen immer noch selten. Als sich ausgerechnet die beliebte Dee mit Osei anfreundet, sieht Ian, der Tyrann auf dem Pausenhof, rot.

Tracy Chevalier lässt Shakespeares Othello, jenes klassische Stück über Eifersucht und Diskriminierung, in einer Schule spielen, wo das Wort Mobbing kein Fremdwort ist.




Meine Meinung:



Ich finde es eine sehr schöne Idee bezüglich des  400. Todestags des Barden, die “Hogarth Shakespeare“- Reihe bei Knaus erscheinen zu lassen. Gespannt war ich auf die Reihe und sollte nicht enttäuscht werden. „Der Neue“ Ist mein erstes Buch von Tracy Chevalier konnte mich aber sofort mitreißen.
Die Szene spielt auf dem Schulhof und beschreibt einen Schultag. Der Schulhof – wie wohl jeder andere, hat einen coolen Jungen, ein beliebtes Mädchen, einige Außenseiter und einen gerissenen Jungen, der eigenen Plänen folgt. Der Neue, O, wird in dieses funktionierende Konstrukt hereingewürfelt und bringt alles durcheinander, weil er „anders“ ist. Denn er ist nicht nur neu, sondern auch noch dunkelhäutig. Es spielt im Jahre 1974 zu einer Zeit in der es sehr viel Rassismus gab.
Die Konstellation der Charaktere, sowie die Geschichte in 5 Akte zu teilen entspricht dem Original von Shakespeare. Als Schauplatz wurde allerdings ein anderer als der im Original verwendet. Es ist interessant wie dazwischen so viel Zeit liegt und dennoch Neid, Macht und Missgunst immer noch die Menschen zu Handlungen verführt. Genau wie damals ist Rassismus immer noch ein Thema.  Ich finde es ist eine gelungene Anspielung auf „Othello“.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und am Ende habe ich so sehr gebangt um O und Dee. Und das perfide Spiel des “Gerissenen“ war immer wieder überraschend und beängstigend. Es ist ein unfassbar spannendes, dramatisches und aufregendes Buch. Es gehört definitiv zu den Highlights, der von mir gelesenen Bücher aus diesem Jahr.



9/10


Vielen lieben Dank an Knaus für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 20. April 2018

P.S. I still love you

Jenny Han (Autor), Leonie Landa (Sprecher)   Verlag: cbj audio  Erscheinungstermin: 31. Januar 2017 Länge: 7 Stunden und 40 Minuten  Preis: 16,16 Euro 



Klappentext (nach Amazon):

 Neues Liebeschaos um Lara Jean ― wer ist ihr Mr. Right?

Die 16-jährige Lara Jean hält ihre Gefühle gerne unter Verschluss, doch dem Charme des gut aussehenden Peter kann sie schließlich nicht widerstehen: Die beiden werden bei der Skifreizeit der Schule ein Paar. Dass sie bei einem Kuss im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Doch dass sich ausgerechnet jetzt ihr ehemaliger Schwarm John wieder meldet, macht die Liebeswirren perfekt! Kann man eigentlich in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein?

Mit viel Gefühl gelesen von Leonie Landa.



  Meine Meinung:




Vom ersten Teil dieser Trilogie war ich schon sehr begeistert und freute mich dann schon sehr über den Nächsten Teil. Der Anfang war holprig und ich kam leider nicht so richtig rein, aber ab der Mitte erinnerte ich mich wieder daran, was ich am ersten Teil so gut gefunden hatte. Ich finde man fühlt sich in dieser Reihe so sehr in die Jugend zurück versetzt und kann die Gefühle und Gedanken so stark nachempfinden. Meine Lieblingsfigur war zwar nicht zwingend eine der Hauptfiguren und ich war sehr traurig, dass Lara-Jean sich nicht eher für diese entschieden hat, aber so ist es in dem Alter. Man ist emotional und hat Probleme die man in dem Maß nie wieder haben wird, denn nichts ist so wie die erste wirkliche Liebe. Es ist schön Lara-Jeans Aufregung mitzuerleben und zu sehen wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert. Sie wird erwachsener, so wie wir alle in dieser Zeit.
Es ist also nicht nur ein Hörbuch für Jugendliche, sondern auch etwas für junge Erwachsene. Es ist witzig und man fiebert mir Lara-Jean mit.





8/10


Vielen lieben Dank an cbj audio für dieses Rezensionsexemplar!

Dienstag, 17. April 2018

Studierst du noch oder lebst du schon?

von Tiphaine Rivière  (Autor), Mathilde Ramadier (Übersetzer)   Verlag: Albrecht Knaus Verlag  Erscheinungstermin: 11. Oktober 2016 Seiten: 184  ISBN: 978-3813507409 Preis: 19,99 Euro 



Klappentext (nach Amazon):

 "So wahr, dass es weh tut" (Télérama) -
Das perfekte Geschenk für Studenten mit "Sinnkrise"

Jeanne Dargan wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. Zunächst enthusiastisch, dann stoisch, später verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten Institutssekretärin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?
„Studierst Du noch oder lebst Du schon?“ wurde in Frankreich als Entdeckung des Jahres gefeiert. Diese Graphic Novel steht einem Bildungsroman in nichts nach: „Unerbittlich und komisch.“ L‘Obs





 Meine Meinung:



Ich denke man sollte das Buch in zwei Teile aufschlüsseln- den Inhaltlichen und den Zeichnerischen. Den Zeichenstil finde in umwerfend! Er ist locker und leicht und passt perfekt zum  Thema. Es sieht ein bisschen wie dahingekritzelt aus, das aber macht total den Charme der Zeichnungen aus. Immer wieder musste ich lachen, weil die Figuren so komische Gesichter machten.
Die Hauptfigur finde ich sehr gelungen dargestellt. Ich selbst stehe kurz vor meiner Diplomarbeit und kann mir gut vorstellen wie man die Geduld oder den Elan irgendwann verliert und manchmal einfach nicht weiterkommt. Auch das Äußere der Protagonistin verändert sich so klar, dass einem immer bewusst ist was sie denkt oder fühlt und in welcher Phase der Promotion sie gerade steckt. Einen winzigen Minuspunkt bekommt es von mir für die Phasenweise sehr düstere und missmutige Stimmung. Allerdings verdeutlicht das vielleicht auch gerade, dass man sich auch etwas Abstand gönnen sollte wenn es als Student mal nicht so läuft. Ansonsten finde ich es aber sehr liebevoll gezeichnet, komisch und ungeschminkt. Ich habe es innerhalb eines Tages verschlungen und kann es nur empfehlen!





9/10


Vielen lieben Dank an den Knaus Verlag für dieses Rezensionsexemplar!