Donnerstag, 1. November 2018

Das Vogelhaus

von Eva Meijer (Autor), Hanni Ehlers (Übersetzer)     Verlag: btb Verlag   Erscheinungstermin: 27. August 2018
Seiten: 320  Preis: 20,00 Euro


Klappentext (nach Amazon):


Len Howard (1894-1973) verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur. Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Warum hat jemand lieber Vögel um sich als Menschen? Was können wir aus den Geschichten der Vögel lernen? Wie trifft man im Leben wichtige Entscheidungen? Die faszinierende Lebensgeschichte der zu Unrecht vergessenen Vogelkundlerin inspirierten Eva Meijer zu einem besonderen Roman über Mensch und Natur, der uns dazu zwingt, herkömmliche Vorstellungen in Frage zu stellen.





Meine Meinung:


Ich gebe zu, ich dachte zu Anfang, es würde ein langweiliger Roman werden, in dem wenig passiert. Aber es kam anders. Ich wollte das Buch lesen, da meine Diplomarbeit auch von Tieren handelt, und ich sehen wollte, wie andere Menschen so ein Thema behandeln.
Doch dieses Buch ist viel mehr als nur das. Die Schreibweise hat mich so in ihren Bann gezogen. Besonders im letzten Teil des Buches, in dem es auch darum geht wie Len Howard älter wird, war es als würde ich eintauchen in ihr Vogelhaus und in das Älter werden selbst.
Zur Geschichte, man begleitet die Vogelkundlerin, Len Howard durch ihr Leben. Ähnlich wie bei der Astronomin Caroline Herschel erlernte auch sie ein Instrument, und war sehr gut in ihrem Spiel, bis sie sich ganz den Vögeln verschrieb. Ich finde es sollte viel mehr solcher Bücher geben, die über Frauen reden, die zu ihrer Zeit nicht so ernst genommen wurden, wie sie es eigentlich verdient hätten.
Besonders schön finde ich die immer wieder eingewobenen realen Geschichten über Sternchen und auch die Bilder zum Schluss, die einem noch einmal ein Gefühl für ihre Arbeit und die Vögel geben.
Ich finde es ist ein großartiges Buch und nicht nur für Menschen etwas, die mehr über Vögel erfahren wollen, denn das tut man hier auf jeden Fall, sondern auch für Menschen die mehr über das Leben einer einzelnen Frau erfahren oder nur ein gutes Buch lesen wollen.





9/10



Vielen lieben Dank an den btb Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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