Montag, 11. Juni 2018

Dunbar und seine Töchter

von Edward St Aubyns (Autor), Nikolaus Hansen  (Übersetzer)   Verlag Albrecht Knaus Verlag   Erscheinungstermin: 20. November 2017 Seiten: 256  Preis: 20,00 Euro 


Klappentext (nach Amazon):

Edward St Aubyns meisterhafter Roman über einen machtbesessenen und eitlen Despot am Ende seines Lebens

Sein ganzes Leben lang hat Henry Dunbar auf nichts und niemanden Rücksicht genommen, besessen von der Vision, seinen kleinen Zeitungsverlag zu einem Medienkonzern auszubauen. Auf dem Zenit seiner Macht hat nur noch einen einzigen, aber mächtigen Feind: das Alter. Dunbar weiß, er muss sein Reich in die Hände seiner Töchter legen. Nur zwei der Kinder hält er für geeignet. Doch das Leben erteilt ihm eine bittere Lektion.

In seinem neuen Roman, inspiriert von Shakespeares König Lear, seziert Edward St Aubyn gekonnt innerfamiliäre Beziehungen. "Dunbar und seine Töchter" ist ein brillantes Lehrstück über Egoismus, Starrsinn und die Erkenntnis, wie leicht einem am Ende des Lebens alles Erreichte aus den Händen gleiten kann.






Meine Meinung:

„Dunbar und seine Töchter“ – ist ein Buch der “Hogarth Shakespeare“- Reihe die bei Knaus erscheinen ist. Da ich von „Der Neue“ so überzeugt war, dachte ich, ich versuche ein weiteres Buch dieser Reihe.
Es ist eine Adaption von König Lear und handelt von dem Medienkonzern Mogul, Dunbar, und seinen 3 Töchtern. Es geht um die Beziehung der Figuren und Dunbar als Person, der unerbittlich, machthungrig und kalt ist. Doch womit er wahrscheinlich nicht gerechnet hat war, dass auch er irgendwann einmal Hilfe benötigen und sich auf jemanden verlassen muss, als der Kampf um Macht und Einfluss beginnt. Im Laufe der Geschichte wurde mir Dunbar ein wenig sympathischer und stellenweise war es auch sehr Spannend.
Dennoch konnte es mich leider nicht so sehr wie „der Neue“ überzeugen. Da ich die anderen Figuren als etwas zu flach empfand. Die zwei Schwestern werden als die Bösen dahingestellt während die andere die Gute ist.
Aber meine Schwärmerei für „der Neue“ von Tracy Chevalier hört wohl nicht mehr auf, daher kann ich allen das Buch auf jeden Fall ans Herz legen und auch von den anderen Titeln dieser Reihe habe ich viel Gutes gehört!




7/10


Vielen lieben Dank an den Knaus Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 8. Juni 2018

Witwendramen: Szenische Lesung mit Katharina, Anna und Nellie Thalbach

von Fitzgerald Kusz (Autor), Katharina Thalbach (Sprecher), Anna Thalbach (Sprecher), Nellie Thalbach (Sprecher)    Verlag: Random House Audio  Erscheinungstermin: 21. Mai 2018
Länge: 1 Stunden und 13 Minuten  Preis: 11,95 Euro 



Klappentext (nach Amazon):
Eine Revue für mehrere Witwen, kongenial interpretiert von Katharina, Anna und Nellie Thalbach

Jenseits aller Schicksale, die hinter dem Begriff „Witwe“ lauern, von der Witwe Bolte bis zur Lustigen Witwe: Um die Witwe ranken sich zahlreiche Sprichwörter, Dramen und Geschichten, deren Szenen zwischen Komik und Tragik oszillieren. Fitzgerald Kusz hat sich um die Befindlichkeit von Witwen seine heiteren, ironischen und traurigen Gedanken gemacht und sie zu Witwendramen zusammengefügt.

„Brillanter Abend mit Katharina, Anna und Nellie Thalbach. Eine Sternstunde der lit.Cologne“ Kölner Stadt-Anzeiger


 Meine Meinung:


Bei einem Hörbuch finde ich es immer wichtig, dass man die Stimmen mag. Die Stimmen haben mir gefallen, sehr sogar! Die ältere Dame war sehr lustig und die beiden anderen haben gut dazu gepasst (vermutlich auch weil sie Verwandt sind). Außerdem war die Stimmung immer sehr authentisch.
Die Geschichte – es geht um Witwen, wie der Titel sagt, schlüsselt das Thema breit auf, so wie das in 73 Minuten eben möglich ist. Kurz und knapp, dafür aber sehr humorvoll, berichten die 3 über verschiedene Witwen Dramen, Zitate und wie es einem dann halt so geht. Ich habe es auf einer Autofahrt in den Urlaub gehört und habe es in dieser auch beendet. Einfach, weil es so lustig war. Aber auch wenn es so lustig ist, merkt man doch auch, dass das Thema eine gewisse Schwere hat  und viel Wahrheit darin steckt.
Kurz und knapp: Gut gemacht, sehr zu empfehlen!



9/10


Vielen lieben Dank an Random House Audio für dieses Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 6. Juni 2018

Coco Chanel: Die zauberhafte Welt der Stil-Ikone

von Megan Hess  Verlag Prestel Verlag   Erscheinungstermin: 27. Februar 2017 Seiten: 208  Preis: 18,00 Euro 




Meine Meinung:


Coco Chanel. Stilikone.
Was wusste ich über sie? Noch zu wenig. Wegweiser der Mode, als Hosen für Frauen noch nicht als schick galten und Badeanzüge noch sehr viel Haut bedeckten, beides hat sie ein Stück weit revolutioniert. Sie hielt Komfort für wichtiger als ein pompöses Outfit und Eleganz besser als Aufdringlichkeit. Coco hat die Mode geprägt und den Frauen ein Stück weit mehr Freiheit gegeben.  
Ich hätte sie gerne einmal getroffen denn ich glaube, sie war eine sehr spannende Frau.
Das Buch beschreibt ihr Leben, vom kleinen Kind bis hin zu ihrem Tot. Kann es sie verkörpern? Ich finde schon. Durch die Zeichnungen ist jede Seite ein neues Erlebnis. Die Texte beschreiben gut zusammengefasst ihr Leben. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas gefehlt hätte. Und nach dem ich das Buch in einem Rutsch beendet hatte, wusste ich auf jeden Fall mehr über Coco Chanel als vorher. Einzig einen kleinen Minuspunkt habe ich anzumerken. Die Zeichnungen spiegeln sich manchmal, also wenn auf einer Seite zwei Nonnen zusehen sind, dann wurde die identische Zeichnung für beide verwendet – dass finde ich etwas schade. Außerdem sind einzelne Teile einer Zeichnung manchmal unscharf.
Ansonsten kann ich das Buch aber sehr empfehlen und die Zeichnungen versprühen für mich viel französischen Flair.






9/10


Vielen lieben Dank an den Prestel Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 9. Mai 2018

Die Geisha

von Arthur Golden  (Autor), Gisela Stege (Übersetzer)    VerlagPenguin Verlag   Erscheinungstermin: 9. Januar 2018 Seiten: 576  Preis: 10,00 Euro 


Klappentext (nach Amazon):

Zu Beginn der 30er-Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Arthur Golden hat mit seinem Roman »Die Geisha« einen Klassiker geschrieben – ein faszinierendes Asien-Epos.

»›Die Geisha‹ ist ein Roman voll beeindruckender Intensität. Golden ist ein Meisterwerk gelungen.« Hannoversche Allgemeine Zeitung



 

Meine Meinung:



Schon eine Zeit lang, wollte ich „Die Geisha“ lesen. Ich habe als Kind einmal den Film gesehen und war soooo begeistert. Er war spannend, dramatisch, liebevoll und aufregend. Aber gerade weil mir der Film so gut gefallen hatte, habe ich es so viele Jahre aufgeschoben das Buch zu lesen. Doch jetzt kam der Moment und ich habe es gelesen – und geliebt! Der Film blieb tatsächlich erstaunlich nahe am Original und so konnte mich die Geschichte auch ein zweites Mal überzeugen.
Ich fand es schön Chios Geschichte so detailliert zu verfolgen, in dieser für mich, so fremden Welt. Aber durch das Buch versteht man ihre Umgebung und die Sitten etwas besser. Es ist eine altmodische, traditionelle Welt in der es ganz andere Regeln gibt, als in unserer. Es ist verrückt wie frei Geishas sind und dennoch sind sie so gefangen.
Was der Film nicht beleuchtet, sofern ich mich erinnere, sind die Jahre der älteren Chio. Das Buch begleitet sie auch nach ihrer Ausbildung noch weiter. Auf jeden Fall hat das Buch mich angeregt auch noch „die wahre Geschichte der Geisha“ zu lesen und vielleicht noch weitere Bücher die zu dieser Zeit der Veränderung spielen.
Rundum ein gelungenes Buch, nicht zuletzt durch das schöne Cover.




10/10


Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!